So viel habe ich gestrickt

Dienstag, 17. Juni 2014

Die verstrickte Dienstagsfrage 25/2014

Oft ist es so, daß gerade das Modell, in das man sich unsterblich verliebt hat, nicht in der eigenen Größe verfügbar ist.
Insbesondere deutsche Anleitungen sind in ihrem Größenspektrum ja oft sehr eingeschränkt.
Was macht Ihr, wenn Eure Größe nicht dabei ist?
  • Komplett umrechnen? Wenn ja, “zu Fuß” oder mit einem Strickrechner? Wenn letzteres, welchen benutzt Ihr?
  • Pi mal Daumen ein paar Maschen mehr oder weniger anschlagen und hoffen, daß es zum Schluß passen wird?
  • Dickeres bzw. dünneres Garn und Nadeln nehmen?
  • Ein ähnliches Modell suchen, das in Eurer Größe verfügbar ist?
  • Zähneknirschend verzichten und etwas anderes stricken?
  • Ganz was anderes, nämlich…
Vielen Dank an Tichiro für die heutige Frage.

Zum Schluß hat das Wollschaf noch eine Bitte in eigener Sache:
In letzter Zeit werden so gut wie gar keine Fragen mehr eingereicht. Es wäre schön, wenn die versammelte Bloggergemeinde dem neugierigen Wollschaf in dieser Hinsicht wieder etwas mehr unter die Arme greift, damit das Wollschaf nicht immer in den unheimlichen dunklen Keller klettern und alte Fragen aus den muffigen Archivkartons ausgraben muss.

Tja, wie mache ich es? 
Problem bei mir ist,  dass der Hüftbereich zum Schulterbereich unterschiedlich ist.  Schon deshalb würde ich so manches Teil gar nicht für mich stricken, auch wenn es mir auf dem Foto der Anleitung gefällt. 

Wie beim Nähen mache ich mir dann einen Schnitt, bei dem ich meine Maße zu Grunde lege. Während des Strickens lege ich darauf auch immer wieder die Strickerei auf um zu sehen, ob sich alles so entwickelt wie ich es möchte. Hier mache ich mir auch Notizen, um bei beiden Ärmeln und Vor- und Rückteil die gleichen Arbeitsschritte zu machen. 
Wenn ich also eine Anleitung habe, die ich gern nachstricken möchte suche ich zunächst Wolle und Nadeln heraus, mache eine Maschenprobe. 
Anhand der Maschenprobe berechne ich, wie viele Maschen ich für den unteren Rand benötige. Ich sehe mir die vorgegebenen Maschenzahlen der Größen an und  passe entsprechend an.  Entweder nehme ich einen Mustersatz dazu oder ergänze mit passenden Maschen. Manchmal probiere ich auch einen neue Maschenprobe mit anderer Nadel um näher an die Vorgaben zu kommen.
Gleichzeitig verlänger ich viele Oberteile, damit sie für mich vorteilhafter werden. 
Es hängt natürlich vom Strickmuster ab. Am leichtesten geht es, wenn der untere Teil der Strickerei schlicht gehalten ist und aufwendigeren Muster nur ab der Taille aufwärts auftauchen.  Allerdings bevorzuge ich es eh, wenn Kleidung für mich so gestaltet ist.  
Ein anderes Problemchen sind meine Arme, die für die meisten Schnitte und Vorlagen zu kurz sind,  also versuche ich immer eine Schnittlinie zu finden,  wo ich am besten verkürze.  
Alles in allem verändere ich doch einiges, wenn ich nach Anleitung stricke, aber es geht leichter, als ich es hier erklären kann. 








Kommentar veröffentlichen