So viel habe ich gestrickt

Samstag, 28. März 2015

Noch viel zu lernen


Durch üben lernt man dazu. 
Darum habe ich heute einen Untersetzer gepatcht. 


Eine Anleitung habe ich aus einer Zeitschrift, Stoffe und Zubehör ist eh genug im Haus. 
Beim zuschneiden der Rauten ist mir zum ersten Mal richtig aufgegangen, wie man effektiv mit dem Schneidelineal und der Unterlage arbeitet.  
Bisher hatte ich immer "irgendwie" angezeichnet und zugeschnitten.
Das zusammenfügen hat gut geklappt, mit dem quirlten habe ich kaum Erfahrung, darum habe ich mich an "gerade Linien" versucht. 
Leider ist mir die Einfassung ziemlich missglückt, aber das zeigt mir, das muss noch weiter probiert werden.

Alle Vögel sind schon da


Heute habe ich mich dem Nähen dieser kleinen Gesellen gewidmet. 
Zuerst die Stoffe heraus gesucht und vorbereitet. 


Dann Schablonen ausgeschnitten...


Und dann alles notwendige Material zusammen gesucht. Einen Kinderriegel für etwaige 
Krisen oder als Belohnung.


Der Frühling hält Einzug und diese kleinen Vögelchen sind doch eine niedliche Deko.


 


Donnerstag, 26. März 2015

Inspirationen


 

Dieses schöne Buch hatte ich mir aus der Bibliothek geliehen, aber es gefällt mir so sehr, dass es den Weg in mein Bücherregal gefunden hat.
Die Autorin fertigt wunderschöne Quilts aus eher einfachen Patches, (Streifen, Quadrate, Dreiecke) und nutzt tolle Stoffe um die maximale Wirkung zu erzielen. 





Mir gefällt ihr Ansatz gut und dadurch gibt mir, als Neuling dieses Buch viel Zuversicht.
Gleichzeitig berichtet Jane Brocket, welche Inspirationen sie für ihre Quilts umgesetzt hat, und mit welchen Mitteln ihr dies gut gelungen ist. 


Nicht zuletzt kann man in Anregungen und den Bildern der tollen Stoffe schwelgen.
Eine Doppelseite ist dem großartigen Kaffe Fassett gewidmet, wie sehr seine Entwürfe, besonders der Farbauswahl und dem Mut zu neuen Zusammenstellungen inspirieren. 

Brocket, Jane:
Quiltinspirationen.
2011, 159 Seiten, mit farbigen Abbildungen, Maße: 21,5 x 27 cm, Gebunden, Deutsch, Verlag:Haupt, ISBN-10:3258600333ISBN-13:9783258600338,


Jane Brocket hat natürlich auch einen Blog:

http://yarnstorm.blogs.com/jane_brocket/

Dienstag, 24. März 2015

Ich stricke, also...


...sind meine Hände tätig.

So möchte ich den Satz, den uns das Wollschaf diese Woche als verstrickte Dienstagsfrage aufgibt vervollständigen.
https://daswollschaf.wordpress.com/2015/03/24/die-verstrickte-dienstagsfrage-woche-132015/


Meine Gedanken kreisen dabei um verschiedene Aspekte, die meine Handarbeit, nicht nur das Stricken für mich streifen.
Schon seit längerem bedaure ich sehr, dass Handwerke so sehr von industrieller Fertigung verdrängt werden und manche sogar schon ausgestorben sind. Dabei überkommt mich keine nostalgisch anmutende Sehnsucht nach der vermeintlich "guten Zeit". Ich bedaure eher die "möglichst viel und dafür billig" Mentalität. 
Was war es für meine Tochter für ein tolles Erlebnis, als ich mit ihr, ich glaube sie war damals 4 Jahre alt, zu einer richtigen Schuhmacherin ging. Wir sangen damals oft das Kinderlied:
Suse, liebe Suse
was raschelt im Stroh?
Das sind die lieben Gänschen
die haben keine Schuh
Der Schuster hat´s Leder
kein´ Leisten dazu
drum gehn die lieben Gänschen
und haben keine Schuh

Dabei stellte sich bei ihr natürlich irgendwann die Frage, was damit gemeint sein. Also befragte ich die gelben Seiten und vereinbarte einen Termin und verabredet, worum es besonders gehen sollte. Meine  Tochter war begeistert, als sie die vielen Arbeitsschritte hörte und teilweise mitansehen konnte, bis ein Schuh gemacht ist. Highlight war natürlich, als das Leder über den Leisten gezogen und geklopft wurde. 
Wie fast zu erwarten, gibt es diese Schuhmacherei, die diese Handwerksmeisterin von ihrem Vater übernommen hatte heute nicht mehr, meinen Enkeln kann ich aber bestimmt ein youtube- Video zeigen, wie man Schuhe herstellt. 
Mein Vater hatte noch einen Dreifuß, kleine Nägelchen und solche Flecken, womit er die Absätze unserer Schuhe reparieren konnte, und nein er war kein Schuster. (Nur ein abschweifender Gedanke)

Ich könnte nun den Scherenschleifer nennen, der früher noch an die Tür kam, um die Messer und Scheren, die meine Mutter fast ihr Leben lang hütete Wieder für den täglichen gebrauch fit zu machen. Ich kann gar nicht sagen, wie viele Bastelscheren wir in den letzten 20 Jahren "verbraucht" haben, weil sie entweder kaputt gingen oder stumpf wurden. 
Und jetzt kommt der entscheidende Teil: eine neue Schere war billiger und leichter zu beschaffen, als nach einem "Fachmann für Scheren" zu suchen. 
Jeder kann zu dem Thema sicher etwas beitragen. Sei es ein Schlosser, der ein altes verrostetes Kassenschloss wieder instandsetzen und einen Ersatzschlüssel von Hand feilen kann, oder auch der Bäcker, der noch tatsächlich frische Brötchen bäckt und nicht nur irgendein angeliefertes Massenprodukt fertig macht.
Also versuche ich meinen Lieben mit meinen Handarbeiten auch ein wenig zu zeigen, dass man all die Dinge auch von Hand fertigen kann, dass es nur eben länger dauert, Mühe und Geduld braucht und dann auch mit mehr Respekt behandelt werden möchte. 

Natürlich stricke und handarbeite ich in aller erster Linie aus Freude! Weil es mir von klein auf Spaß  gemacht hat, wenn etwas entstand, weil sich die Materialien toll anfühlen und wenn man etwas hatte, was andere nicht genauso hatten. Weil mich Handarbeit entspannt und beglückt. 


Sonntag, 22. März 2015

Für die Wintersaison 2015/16




... kann man ja nicht früh genug mit den Vorbereitungen beginnen. 
Ich habe schon den ersten Singlesocken in Größe 22 fertig und freue mich ihn an einem der talentiertesten Fuß-Model und gleichzeitig künftigen Besitzer der Socken präsentieren zu können 😉 
Man sieht, dass noch etwas Luft ist, für den zu erwartenden Wachstumsschub über den Sommer. 
Das Rippenmuster finde ich für Kinderfüßchen sehr geeignet, weil es sich gut anschmiegt und auch nicht so schnell ausleiert, wenn der kleine Mann auf Socken unterwegs ist.       

Kleine Osterglocken


....sind in meinem Balkonkasten gewachsen. 
Wenn ich mich richtig erinnere habe ich im vergangenen Jahr Blumenzwiebeln, die von zusammengestellten Pflanzkörbchen übrig blieben in diesen Kasten gesteckt. Es war ja in diesem Winter nur selten richtig kalt, darum haben die Zwiebelchen wohl überdauert und nun getrieben. 
Ich freue mich sehr darüber. Osterglocken gehören zu meinen Lieblingsblumen. 

Freitag, 20. März 2015

Marion Brasch hat gestern Abend in unserer Bibliothek gelesen



Aus ihrem neuen Roman "Wunderlich fährt nach Norden" 

Klappentext:

Wunderlich war der unglücklichste Mensch, den er kannte." Als Marie ihn verlässt, versinkt er in Selbstmitleid. Doch schon bald schubst ihn eine anonyme SMS zurück ins Leben, und Wunderlich tritt eine Reise an. Eine Reise, die vieles verändert und bei der nicht alles mit rechten Dingen zugeht. "Wunderlich fährt nach Norden" ist die Geschichte eines Mannes, der Entscheidungen scheut und sich dem Zufall überlässt. Auf seiner Fahrt wird Wunderlich zum Abenteurer. Doch vor allem entdeckt er, was er vergessen wollte, und findet, was er nicht gesucht hat.

Leseprobe 




Es war ein schöner Abend mit vielen Besuchern. Es wurde sogar etwas eng. Dies tat dem Erlebnis aber keinen Abbruch. Frau Brasch hat wunderbar gelesen und jeder ihrer Figuren durch ihrer Stimme Leben und Persönlichkeit verliehenen. 
Ich habe das Buch noch auf meiner Leseliste, aber durch den gestrigen Abend ist es weit nch oben gerutscht. 
Es hat etwas kurioses, spannendes, wenn Wunderlich immer wieder Nachrichten von Anonym erhält, die ihn verwundern und überraschen. 
Die ganze Geschichte klingt wie Blues, es geht ja auch um den ganz großen Liebeskummer. Dabei kam für mich in den gelesenen Abschnitten schon so viel Humor und doch auch Feinfühligkeit herüber, was auf große Beobachtungsgabe der Autorin vermuten lässt. 

Donnerstag, 19. März 2015

Ich dachte schon es gibt keine verstrickten Fragen mehr..

Und darum steige ich erst jetzt wieder mit ein.

Das Wollschaf stellt folgende Frage:

https://daswollschaf.wordpress.com/2015/03/17/die-verstrickte-dienstagsfrage-woche-122015/

Was war das netteste, originellste oder ungewöhnlichste Kompliment, dass Du für Deine gestrickten oder gehäkelten Sachen bekommen hast?


Dieses Oberteil habe ich für meine Tochter gestrickt. 
Meine lieben Kollegen handarbeiten zum Teil selbst und andere zeigen Interesse, darum kommt es häufiger vor, dass wir die fertigen Werke gegenseitig zeigen, loben oder auch mal helfend Rat geben. 
Besagtes Shirt hatte ich auch mitgenommen und ausgiebig loben lassen. So weit so gut.
Es vergehen etliche Wochen, ich würde sogar sagen, ca. 4 Monate. 
Eines Montags sagt eine meiner jungen Kolleginnen zu mir: "könnte es sein, dass ich gestern Ihre Tochter mit ihrem Freund beim Minigolf gesehen habe?" Ich habe sie etwas verständnislos angesehen und geantwortet:" das kann ich gar nicht sagen, da ich nicht genau weiß, was sie unternommen hat, aber wie kommen Sie denn darauf?"..... "Ich habe sie an dem gestrickten Top erkannt."
Ich fand das einfach toll, meine nette, junge Kollegin erkennt, wohlgemerkt in Berlin meine Ihr unbekannte Tochter an einem von mir einmal gezeigtem gestrickten Oberteil. 



Ein Samplerquilt soll es werden


Diesen Vorsatz hatte ich schon im Jahr 2008. Damals habe ich auch den ersten Block "Jacobs Ladder" gefertigt. 
Irgendwie kam mir dann wohl immer wieder etwas dazwischen, doch nun geht es weiter. 

Dieser Block trägt den Namen "Shoo fly". Es ist eines der traditionellen Muster, ein so genannter "Neuner Block", weil er aus 9 kleineren Teilen zusammen gesetzt wird. 


Mittwoch, 18. März 2015

Vokuhila


So hieß eine mehr oder weniger hübsche Frisurenmode, jetzt ist dieses Element wieder in der Bekleidung zu finden und mir gefällt es. 

Ich habe mir dieses Oberteil genäht, aber ich wollte kein neues Material anschaffen, den Schnitt habe ich aus einem burda-Heft.
Der weiche Baumwollstoff liegt schon länger bei mir und der Gabardine ist ein Rest von einem anderen Nähprojekt. U-Boot-Ausschnitt mag ich gern, die in anderem Material abgesetzten Ärmel habe ich variiert zu "Leder-Ärmeln" wie man sie auch derzeit oft sieht. 
 Wie auf dem Foto zu sehen geht der untere Saum von vorn kurz nach hinten lang. Ich bin ja noch immer Anfängerin im nähen und darum fand ich die Idee, den Saum zu umketteln sehr gut. Dabei bekam er auch gleich noch etwas "kräuseliges" und damit etwas, wie ich es nennen möchte, Leichtigkeit. 
Was soll ich sagen, ich bin mit meinem Werk zufrieden.