So viel habe ich gestrickt

Montag, 3. Oktober 2016

Eine Decke für das Enkelkind

Bereits vor einigen Monaten beschloss ich für meinen jüngsten Enkel zum Geburtstag eine Decke zu nähen. Seine Schwester hat auch eine und ich habe öfter gesehen, dass ihre Decke beim Bruder liegt.
Also habe ich über ein Thema nachgedacht. 
Feuerwehrmann Sam, Autos und Bagger kamen in die engere Wahl.
Bei Frau Bölter von Planet Patchwork fand ich tolle Stoffe mit entsprechenden Motiven. Nun bin ich ja noch keine sehr erfahrene Patchworkerin und habe lange darüber gegrübelt, wie ich die Stoffe gut zur Geltung bringen kann und meine Fähigkeiten nicht überschätze. In einer Zeitschrift (SimplyPatchwork)


Seit Ewigkeiten liegt ein Stoff erst bei meiner Mutter und nun bei mir.

 
Daraus hatte meine Mama für meine älteste Tochter einen Fußsack für den Sportwagen genäht. ( ich fürchte viele werden nicht wissen, wovon ich rede, aber egal). Warum sie dafür gefühlte 250 Quadratmeter gekauft hatte erschloss sich mir nie, war aber in der DDR eher üblich.


Nun, jedenfalls sollte aus diesem Stoff für den Sohn der Tochter die Rückseite der Decke werden. Und um zum Top einen Bezug herzustellen verwendete ich Einzelausschnitte auch als Ergänzung zu den neu gekauften Stoffen.
Das Zuschneiden der Teile erledigte ich an einem sehr langen Abend. 
Das Nähen bereitete mir sehr viel Freude, die Nähmaschine ratterte nur so. Erst die einzelnen Blöcke , dann auslegen um die Positionen zu bestimmen. Foto machen, damit alles seinen Platz behält und wieder rattern, die Reihen, dann alle Reihen aneinander nähen und fertig ist das Top.
Für die Zwischenstreifen nahm ich bereits vorhandenen dunkelblauen Stoff, den ich nur etwas bei Buttinette aufstocken musste. Da es aber ein Basic - Stoff ist, konnte ich ihn gut nachkaufen.
Daraus habe ich die Streifen geschnitten und zu langen Bändern zusammen genäht und dann wieder in entsprechender Länge für die Teile zugeschnitten. 
Dann ging es los mit zusammenfügen. 
 
Nun kam ein spannender Arbeitsschritt, das Top waschen. Ich hab lange davor gesessen und überlegt, ob die vielen verschiedenen Stoffe in den kräftigen Farben wohl in der Waschmaschine friedlich bleiben würden. Und dann las ich was über "Farbfangtücher". Bisher nie beachtet und immer als nutzlosen Quatsch betrachtet. Im Umfeld nach Erfahrungen gefragt und siehe da, tatsächlich gibt es Bekannte, die so etwas regelmäßig benutzten. 
So bin ich zur Drogerie meines Vertrauens und das erste Mal mit diesen Tüchern gewaschen. Alles hat gut geklappt und vielleicht war es auch wirklich gut diese Dinger zu nutzen, denn etwas Farbe haben Sie schon eingefangen.
Nun kam der alte Kinderstoff zum Großeinsatz, die Rückseite ausgemessen, zugeschnitten und mit einer Mittelnaht passend gemacht.
Innenleben kaufen und meine jüngere Tochter hat mir beim Verbinden der Lagen geholfen.
Und dann habe ich mit geraden Nähten gequiltet. 
Zum Geburtstag war die Decke dann fertig. Oma ist stolz auf ihr Werk und das Enkelkind kann kuscheln.







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